Sichttiefe und Trübung

Im Rahmen unseres Wasseruntersuchungsprojekts haben wir die Sichttiefe gemessen und die Trübung des Wassers untersucht. Dazu haben wir eine Secchi-Scheibe verwendet. Diese besteht aus einer achteckigen, etwa 30 cm großen Scheibe, die an einem langen Seil befestigt ist. Die Scheibe ist halb schwarz und halb weiß, was ihre Sichtbarkeit im Wasser verbessert.

Um den großen Eutiner See zu untersuchen, wurden wir in neun Gruppen eingeteilt. Die Gruppen gingen nacheinander zur Brücke, an der unser Gerät bereits lag. Wir ließen die Secchi-Scheibe vorsichtig über den Brückenrand ins Wasser hinab. Mit zunehmender Tiefe wurde die Scheibe immer weniger sichtbar. Zuerst verschwanden die schwarzen Löcher. Aufgrund des Windes konnten wir die genaue Tiefe jedoch nicht exakt bestimmen. Das Seil war in 0,5-Meter-Abständen markiert, sodass wir eine ungefähre Tiefe schätzen konnten. Danach verschwanden auch die Löcher auf der weißen Seite der Scheibe. Um die Tiefe zu messen, zählten wir die unter Wasser liegenden Markierungen. Jede Gruppe erhielt unterschiedliche Ergebnisse.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Untersuchung war die Analyse der Wasserqualität, insbesondere der Trübung. Wir beobachteten das Wasser sorgfältig und stellten fest, dass es aufgrund der Wetterbedingungen und der Jahreszeit grün, trüb und unklar war. Dies deutete auf eine hohe Konzentration von Schwebstoffen hin. Um dies weiter zu prüfen, nahmen wir mit einem Marmeladenglas Wasserproben, die tatsächlich eine grünlich-gelbe Farbe hatten. Diese Färbung deutet auf die Anwesenheit von Algen und eine mögliche Überdüngung des Gewässers und seiner Umgebung hin.

Die Messung der Sichttiefe und die Untersuchung der Trübung zeigten uns, wie stark die Wasserqualität durch Umweltfaktoren wie Algenwachstum und Verschmutzung beeinflusst wird.

pH-Wert, Geruch und Ammonium

Zur Ermittlung der Wasserqualität wurden Proben aus dem Uferbereich und dem tieferen Wasser entnommen und mithilfe von Teststreifen und Gegenproben analysiert.

Mithilfe einer Probe des Seewassers des Großen Eutiner Sees konnten wir den Nitrat-, Nitrit- und pH-Wert ermitteln.
Testmaterialien, die wir zuvor von der begleitenden Biologielehrkraft erhalten hatten, ermöglichten uns, den Nitrat-, Nitrit- und pH-Wert ermitteln. 
Hierbei wurden Chemikalien in eine Probe gegeben, wodurch
farbliche Veränderungen erzeugt wurden, anhand welcher sich der Wert feststellen ließ.
Der pH-Wert ist ein Maß für die Säure oder Alkalität einer Flüssigkeit. Dabei wird eine Skala von
1 bis 14 verwendet, wobei 7 neutral ist. Werte unter 7 sind sauer, Werte über 7 sind basisch. Besonders
durch Einflüsse von Algen und Dünger steigen der pH-Wert sowie die Nitrat- und Nitrit Werte.
Der pH-Wert lag bei allen Gruppen zwischen 6 und 7 und war somit in Ordnung.
Der ideale pH-Wert eines Sees sollte zwischen 6 und 9 liegen.
Nitrat und Nitrit waren nicht nachweisbar, jedoch konnten wir Spuren von Ammonium im Wasser nachweisen. Dies haben wir mithilfe der Farbänderung einer Testsubstanz entdeckt.

Auch für die Geruchsbestimmung wurden in Bechergläsern Proben des Wassers entnommen. Die entnommenen Proben waren geruchlich unauffällig.
Sie rochen überwiegend nach Algen, Fischen und Salz.

Phosphat und Schaumbildung

Phosphat:

Wir haben den Phosphatgehalt im Eutiner See untersucht. Dazu haben wir zwei Wasserproben entnommen und sie in zwei verschiedene Gläser gegeben. Für diesen Versuch gab es eine Anleitung, die wir uns zunächst durchgelesen haben. Um den Versuch durchzuführen, mussten wir Schutzbrille und Einmalhandschuhe tragen. In eines der Gläser haben wir PO₄^(2–) hinzugefügt und das Glas geschüttelt. Anschließend haben wir PO₄^(2–) dazugegeben, geschüttelt und 10 Minuten stehen lassen. Da sich in dem anderen Glas nur Wasser ohne Chemikalien befand, konnten wir die beiden Flüssigkeiten gut mit der Tabelle vergleichen. Das Wasser mit den Chemikalien wurde klarer und hat seine Farbe kaum verändert, was in der Tabelle als Null angezeigt wurde.

Schaumbildung:
Wir haben außerdem die Schaumbildung des Eutiner Sees untersucht. Dazu haben wir erneut eine Wasserprobe entnommen und sie in einen verschließbaren Behälter gegeben. Anschließend haben wir den Behälter kräftig geschüttelt und die Ergebnisse dokumentiert. Es gab nur wenig Schaumbildung am Rand. Der Schaum hatte Bläschen und war weiß. In der Klasse wurde anschließend besprochen, dass dies ein gutes Ergebnis sei.

Temperatur

Hier geht es um die Temperatur. Wir haben die Wassertemperatur des Eutiner Sees in verschiedenen Tiefen gemessen. Dafür haben wir einen Wasserprobennehmer benutzt, also ein spezielles Gerät, um Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen zu entnehmen. 
Zuerst sind wir auf der Brücke mit der

Ausrüstung losgezogen (Wasserprobennehmer, Glas zum Verstauen der

Wassers und ein elektrisches Thermometer), um Proben vom Wasser zu nehmen.

Dort ließen wir den Wasserprobennehmer mit einem Seil im See hinab.

Wir mussten aufpassen, dass der Apparat nicht von der Brücke geweht wird.

Deshalb sind wir auf die andere Seite gegangen. Wir haben das Gerät in den festgelegten Tiefen von 3 m und an der Oberfläche geöffnet, sodass es sich mit Wasser füllte. Danach haben wir den Probennehmer wieder an die Oberfläche geholt und das entnommene Wasser in

Messgefäße umgefüllt. Anschließend haben wir mit einem digitalen Thermometer die Temperatur gemessen und aufgeschrieben. Beim Ausleeren des Wasserprobennehmers gab es Schwierigkeiten. Unser Mitschüler hat das Gerät nämlich falsch aufgemacht und sich dabei an den Füßen nass gemacht. Nach ein paar Messungen stellten wir fest, dass die Temperatur in der Tiefe höher war.

Das liegt vielleicht daran, dass sich das Wasser an der Oberfläche wegen des Windes vermischt hat und deswegen dort kälter war. Mit dieser Methode kann man Temperaturunterschiede im See untersuchen. Das ist wichtig für die

ökologische Bewertung des Gewässers und um zukünftige Umweltuntersuchungen vorzubereiten.

Plankton und Vegetation

Bei der Station „Plankton und Vegetation“ wurde zunächst mithilfe eines Plankton-Netzes Plankton aus dem Wasser des Eutiner Sees entnommen, indem das Wasser direkt gefiltert wurde. Die Proben wurden in ein kleines Glas mit Wasser gefüllt, um sie zu transportieren. In der Schule angekommen, wurden die Proben zunächst mit einer Pipette auf einen Objektträger getropft und anschließend mit einem Mikroskop und einem Binokular sorgfältig untersucht. Es war sehr spannend zu sehen, welche verschiedenen Organismen im Eutiner See leben. Besonders interessant waren die verschiedenen Formen des Planktons, die alle eine wichtige Rolle spielen. Bei einigen konnte man sogar Beine und einen Kopf erkennen, bei anderen sogar das schlagende Herz. In den Wasserproben wurden unter anderem Flohkrebse, Zuckmückenlarven, Fischlarven, Raubmilben, Kieselalgen, Kugelalgen und Pantoffeltierchen entdeckt. Plankton ist für das Ökosystem eines Sees extrem wichtig, da es die Grundlage der Nahrungskette bildet. Ohne Plankton hätten viele kleinere Lebewesen wie Krebse und Fische keine Nahrungsquelle mehr. Es ist beeindruckend, wie wichtig diese kleinen Lebewesen für das gesamte Ökosystem sind.